|
|
Präsentierten das Projekt: Dr. Thomas Starke (Starke Managementsysteme), Projekteiterin Mag. Monika Kovacs, Dr. Franz Fischler, Alois Oberhauser (AMS) und DK Bernhard Gigacher (WIFI)
|
Mit dem Umweltscout zu besseren Jobchancen
Auf eines der aktuellsten Themen der heutigen Zeit – unsere Umwelt – reagiert das Projekt „Europäischer Umweltscout“, das sich momentan in der Pilotphase befindet. Es handelt sich dabei um eine Zusatzausbildung junger Menschen aus den verschiedensten Berufssparten, die Chancen auf dem Arbeitsmarkt erhöhen und einen aktiven Beitrag zur Entwicklung des Umweltbewusstseins leisten soll.
Seit 6. September 2010 beschäftigen sich 15 TeilnehmerInnen aus Österreich und Deutschland innerhalb einer Pilotphase des „Europäischen Umweltscout“ mit unterschiedlichen Umweltthemen. Das von der Europäischen Union, dem Arbeitsmarktservice und der Stadt Wien unterstützte Projekt steht unter der Schirmherrschaft des ehemaligen EU-Kommissars Dr. Franz Fischler. „Das Besondere am Programm Europäischer Umweltscout ist, dass es mehrfach nachhaltig wirkt: Es schärft das Bewusstsein für Umwelt und Natur und eröffnet gleichzeitig der Jugend die Möglichkeit, europäische Projekterfahrung zu sammeln und dabei aus eigener Kraft bleibende Initiativen zu setzen“, so Fischler. Federführend in der Organisation des Projekts ist das Wiener Unternehmen ipcenter.at.
Mit Theorie und Praxis zum Zertifikat
Zentrales Thema des Projekts sind aktuelle Umweltfragen, sowohl branchenübergreifend als auch branchenspeziell. In einem theoretischen Teil werden Inhalte zu folgenden fünf Themengebieten vermittelt: Die ProjektteilnehmerInnen erfahren alles über Abfall, Natur und Stadt, Wasser und Luft, Energietechnologien und Energie und Wohnen. Schließlich werden zwei der Themengebiete ausgewählt, die im weiteren Verlauf des Projekts näher bearbeitet werden. In Teams wird Feldarbeit gemacht - wie zum Beispiel Wasserprobenentnahmen entlang der Donau oder ein Besuch der Müllverbrennungsanlage „Spittelau“ – die TeilnehmerInnen unternehmen sozusagen eine „Umwelt-Reise durch Wien“. Bei abschließenden PowerPoint-Präsentationen üben sich die angehenden Umweltscouts im freien Sprechen vor Publikum und lernen den Umgang mit Computern.
|
|
|
Dr. Franz Fischler übernimmt die Schirmherrschaft über das Projekt (l.)
|
|
Für ein umweltsensibles Europa
Schon vor der zweimonatigen Pilotphase haben die Umweltscout-Pioniere René Trautmann und Dominik Schwarzenberger in Wien mögliche Exkursionen und Messstationen getestet. Während die Pilotphase nur in Wien mit österreichischen und deutschen TeilnehmerInnen abläuft, bezieht das für 2011 vorgesehene reguläre Programm auch die Städte Amsterdam, Köln, Budapest, Prag und Bratislava ein. Die TeilnehmerInnen kommen aus sechs verschiedenen Ländern und bereisen während der siebenmonatigen Ausbildung alle genannten Städte. Grundlegende Englischkenntnisse zur Verständigung werden von den BewerberInnen vorausgesetzt. Der Kurs kostet die TeilnehmerInnen nichts, er wird vom Arbeitsmarktservice beziehungsweise von adäquaten landesspezifischen Institutionen finanziert.Alle AbsolventInnen des Projekts erhalten ein anerkanntes Zertifikat als „Europäischer Umweltscout“.
